Wie?

Was unterscheidet die Kampfkunst Aikido von anderen japanischen Kampfsportarten. Welche Besonderheiten gibt es?
Der formale Unterschied beruht vornehmlich darin, dass es keine Wettkämpfe und keine vergleichende Leistungsbewertung gibt.

  • Geübt wird mit einem Partner und dies nicht gegeneinander, sondern miteinander. Beide bemühen sich gemeinsam um das Erlernen der Techniken, die persönliche Weiterentwicklung steht im Vordergrund.
  • Die von vornherein festgelegte Rollenverteilung von Angreifer bzw. Verteidiger wechselt. Beide Rollen werden betont, denn jede trägt zu Fertigkeiten bei, die Kontrolle und Sensibilität im Umgang mit dem Partner erweitern. Jeder trainiert auf dem eigenen Niveau und gemäß seiner Fähigkeiten.
  • Es gibt im Training keinen Sieger oder Verlierer, auch auf farbige Gürtel bei den Schülergraden wird verzichtet. Es entsteht so eine angenehme Übungsatmosphäre ohne Rivalität. Das Einüben einer gemeinsamen Bewegung prädestiniert Aikido zur Gewaltprävention eingesetzt zu werden. Das Miteinander statt Gegeneinander übt neben der Technik wichtige soziale Kompetenzen ein.
  • Zu Beginn des Aikidotrainings erfolgt eine behutsame Einführung in die Kunst sicher zu fallen. Dies verhindert Verletzungen und bildet die Grundlage für Sicherheit und Selbstvertrauen. Das Risiko einer Verletzung ist im Vergleich zu anderen Kampfsportarten gering.
  • Es folgen die Einübung von Grundschritten und die Grundlagen der Wurf-, Hebel- und Haltetechniken.
  • Aikido überfordert nicht! Der Körper wird zwar durch die harmonischen Bewegungen gefordert, aber nicht zu Höchstleisten gezwungen. Langsame und schnelle Techniken wechseln ab, der Kreislauf wird an unterschiedliche Belastungen herangeführt.
  • Das Training ist anfängerorientiert. Männer und Frauen, Ältere und Jünger, Anfänger und Fortgeschrittene trainieren zusammen. Der Lehrer passt die Lektion dem Niveau der Teilnehmer an. Anfänger und Fortgeschrittene üben im wesentlichen dieselben Formen. Unterschiede gibt es hier weniger in der Auswahl der Techniken, als in der Geschwindigkeit, Präzision und Härte bei der Ausführung.
  • Wie bei einem Mosaik stellt der Inhalt jeder Lektion ein Teil eines Gesamtbildes dar, dass sich mit der Zeit aufbauen kann und in dem Zusammenhänge sichtbar werden.

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